Portfolio

Aktuelle Projekte aus allen Kategorien des Bearbeitungsspektrums.

Stadtentwicklung

Stadtentwicklung umfasst die Aufgabenbereiche, die eine übergeordnete Betrachtung veränderter Rahmenbedingungen und sich wandelnder Stadtstrukturen zum Ziel haben.

INSEK für Eversberg (Kreis- und Hochschulstadt Meschede)

Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für die Kreis- und Hochschulstadt Meschede

Mit dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (INSEK) wird eine umfassende Entwicklung, Neuordnung und Aufwertung für das Gebiet ”Historische Altstadt” dargestellt.
Ein städtebauliches Entwicklungskonzept stellt einen Maßnahmenplan für die zukünftige Entwicklung eines klar abgegrenzten Gebietes dar.
Das Maßnahmengebiet wird gemäß § 171b BauGB als Stadtumbaugebiet festgelegt.
Die Konzeption umfasst eine Analyse und Beschreibung sowie die Entwicklung einer Strategie anhand kultureller, sozialer, städtebaulicher und naturräumlicher Ansätze. Neben Aspekten wie Natur, Klima, Energie und Ressourcen werden die Anforderungen an eine kinderfreundliche und generationenübergreifende Gestaltung (u.a. Integration und Barrierefreiheit) berücksichtigt.
Inhaltliche Bausteine im Entwicklungskonzept sind:

• Räumliche, thematische Bestandsanalyse
• Integrierte Stärken-Schwächen-Analyse
• Leitziele und Leitideen
• Handlungsfelder
• Maßnahmen und Maßnahmensteckbriefe
• Weiterentwicklung, Umsetzung und Monitoring
• Maßnahmen, Kosten und Finanzierungsübersicht

INSEK für Eslohe (Sauerland)

Umbau und Aufwertung der Ortsmitte

Als bedeutender Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort im Sauerland ist die Gemeinde Eslohe ein attraktiver Standort für Wohnen und Arbeiten. Mit einem umfangreichen Angebot an Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen zeigt die Gemeinde zahlreiche Potenziale, die es zu entwickeln gilt. Die Gemeinde Eslohe möchte ihre Zukunft aktiv gestalten.
Zur städtebaulichen Entwicklung und damit zur Zukunftssicherung beabsichtigt die Gemeinde Eslohe Städtebaufördermittel des Landes und des Bundes in Anspruch zu nehmen. Voraussetzung dazu ist die Aufstellung eines INSEKs.

Zur Konkretisierung der geplanten Maßnahmen wurde auf der Grundlage des IKEKs das INSEK erstellt und anhand eines städtebaulichen Rahmenplans konkrete Maßnahmen für den Entwicklungsbereich Ortsmitte projektiert. ”Integriert“ bedeutet auch, dass bei der Erarbeitung des Konzeptes die Bürgerinnen und Bürger sowie die lokalen Akteurinnen und Akteure und Interessensvertreterinnen und -vertreter der Gemeinde umfassend beteiligt und die geäußerten Hinweise und Anregungen nach einer Abwägung mit in das Konzept aufgenommen wurden.

Dabei wurden unter anderem für die Kerngemeinde Eslohe Leitideen formuliert die städtebauliche Qualifizierungsmaßnahmen umfassen, um die Kerngemeinde in ihrer Funktion als Versorgungszentrum und als Wohn- und Lebensraum zukunftsfähig zu entwickeln bzw. zu stärken.

Ideenwettbewerb Hochschule Augsburg

Campus 3 – Städtebaulicher Entwurf

Ziel ist es, den „Campus 3“ im Prinz-Karl-Viertel mit den beiden Hochschulstandorten „Campus am Brunnenlech und Campus am Roten Tor“ und den angrenzenden Stadtquartieren zu vernetzen.
Das Wettbewerbsgelände ist Teil der ehem. Prinz-Karl-Kaserne.
Entwurfsidee: Um den Campusplatz gruppieren sich die zentralen und hochfrequentierten Gebäude mit entsprechenden Nutzungen. Die Cafeteria wird als zweigeschossiges Solitärgebäude mit Außenbereich als „Herzstück” auf dem Campus vorgesehen. Hinzu kommt das zweigeschossige Gebäude mit einem Audimax und Hörsälen, sowie den Zentren für Sprachen und Weiterbildung. Ein großer Riegel findet sich entlang der Hochfeldstraße mit zweigeschossigem Forum im Erdgeschoss, Vorlesungs- und Seminarräumen und Nutzungen, wie dem Bürgerforum und dem Student Center. Die ehemalige JVA wird zum Verwaltungsgebäude. Im Norden schließt das Gebäude für Forschung mit Werkstätten und Laboren an. Weiter südlich befindet sich vor der Cafeteria ein weiterer kleiner Campusplatz, der durch das Gebäude für die KiTa und deren Außenbereich gefasst wird. Die Aufweitung in der Mitte des Campus stellt den zentralen und multifunktional nutzbaren Campusplatz dar.

Städtebaulicher Wettbewerb Landau – Ankauf

Die Entwicklung eines Gewerbeparks – 42 ha

Als geeignetes Instrument zur Vorbereitung besonderer städtebaulicher Ideen und bestmöglicher Alternativen wurde von der Stadt Landau ein Wettbewerbsverfahren ausgewählt. Die Entwicklung des Gewerbeparks Am Messegelände-Südost steht im Fokus der Landauer Stadtentwicklung. Die guten Voraussetzungen zur Entwicklung des Areals mit ca. 42 ha Flächenverfügbarkeit ergeben sich u.a. aus dem unmittelbaren Autobahnanschluss an die A 65 sowie der vorhandenen Nachbarschaft zum westlich gelegenen Gewerbepark Am Messegelände samt bestehendem und in jüngerer Vergangenheit erweitertem Gewerbe- und Dienstleistungspark Am Messegelände Ost. Ein solches Vorzeigeprojekt benötigt eine außergewöhnliche planerische Herangehensweise.
Der Wettbewerbsbeitrag liefert ein Konzept, das die offene Landschaft und die bestehenden Landschaftselemente aufgreift und in das städtebauliche Konzept integriert. Ein ausgewogener Wechsel zwischen Siedlungsbereichen und Landschaftsräumen prägt den Entwurf.

Vorstudie Kulturhaus in Drolshagen

Nutzungskonzept unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes

Die Bürgerstiftung Drolshagen und der Heimatverein in Drolshagen suchen zusätzliche Flächen um ihre vielfältigen Angebote rund um die Themen Kunst und Kultur ausbauen zu können. Konkret besteht der Wunsch im Stadtzentrum ein „Kulturhaus” zu etablieren.
Dazu werden zwei unter Denkmalschutz stehende Gebäude im historischen Ortskern der Stadt Drolshagen auf ihre Eignung als Kulturhaus geprüft und ein Raumprogramm entworfen.
Über eine erste augenscheinliche Analyse des Baubestands hinaus wurden jeweils Nutzungskonzepte erarbeitet, die sich durch Vorschläge, in Form von Ergänzungsbauten, Umbaumaßnahmen und teilweise Rückbaumaßnahmen, voneinander unterscheiden. Die Vorstudie ist eine Projektphase der Planung.
Das Ziel der Vorstudie besteht darin, festzustellen, welche der beiden möglichen Varianten weiterverfolgt werden soll und wie hoch die Kosten für die jeweiligen Planungen sein werden.

Städtebauliche Rahmenplanung Kierspe-Rönsahl

Rahmenplanung und städtebauliche Entwicklung – Gestalterische Aufwertung der Ortsmitte

Als planerischer Orientierungsrahmen für das nächste Jahrzehnt greift der Rahmenplan Rönsahl die Ergebnisse des Dorfinnentwicklungskonzeptes Rönsahl sowie alle weiteren Planungen und Realisierungen der letzten Jahre auf, schreibt diese in die Zukunft fort und setzt darüber hinaus städtebauliche Akzente. Die Rahmenplanung ist eine vertiefende Ergänzung zum Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) aus dem Jahr 2018 und eine Darstellung der wesentlichen städtebaulichen Themen und Handlungsfelder im Plan. Die Stärkung und Vernetzung der wesentlichen Funktionen, die für die in Rönsahl lebenden Menschen und damit für Rönsahl selbst von Bedeutung sind, ist ein wesentliches Ziel der Rahmenplanung. Der städtebauliche Rahmenplan berücksichtigt die Interessen, Wünsche und die bereits erarbeiteten Ideen der Bürger aus dem Dorfinnenentwicklungskonzept.
Die Ortslage Rönsahl soll entsprechend den zukünftig zu erwartenden Entwicklungen gestaltet werden.
Dazu zählen:
• Gestalterische Aufwertung der Ortsmitte durch Instandsetzung sanierungsbedürftiger Gebäude, ggf. Rückbau von Gebäuden
• Beachtung der baukulturellen Besonderheiten und den Vorgaben der Gestaltungssatzung
• Rückbau von aufgegebenen Gebäuden und Nachnutzung der freiwerdenden Flächen
• Attraktive öffentliche Räume als Treffpunkte für die Menschen im Ort und für Touristen anlegen
• Zugänglichkeit zum Wasser und Erlebbarmachen von Natur- und Landschaft in der Ortsmitte
• Attraktive, barrierefreie fußläufige Verbindung zwischen Kirche und neuen Rönsahl-Terrassen
• Die Ausweisung von Bauland, um der vorhandenen Nachfrage nach Grundstücken im Ort (Eigenbedarf) gerecht zu werden
• Erhalt zentraler Versorgungsstrukturen in der Ortsmitte

Konzept zur Stärkung der Ortsmitten als Treffpunkte für alle Generationen

Entwicklung und Gestaltung öffentlicher Räume

Mit dem Konzept zur Stärkung der Ortsmitten wird das Ziel verfolgt, durch attraktive Gestaltung und zeitgemäße Planung von Dorfplätzen die Entwicklung der Dörfer im ländlichen Raum angemessen zu fördern.
Das Konzept zur Stärkung der Ortsmitten als Treffpunkte für alle Generationen greift ein zentrales Ergebnis des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) aus dem Jahr 2017 auf, nämlich die Stadtteile der Stadt Schleiden als Wohn- und Lebensmittelpunkt für die dort lebenden Menschen heute und in der Zukunft attraktiv zu erhalten. Die Stärkung der Ortsmitten, die Strahlungskraft des öffentlichen Raums, seine Bedeutung, Gestaltung, Nutzungsmöglichleiten und Aufenthaltsqualitäten sind wichtige Ziele, die als Leitideen formuliert sind. Öffentliche Plätze sind die Visitenkarte einer Gemeinde.
Bei der Entwicklung der Ortsmitten als Treffpunkte für alle Generationen sind ne¬ben rein ästhetischen und gestalterischen Aspekten, „Funktionalität” und „Nutzungsanforderungen” wesentliche Bestandteile, die u.a. zu gesellschaftlicher Integration, sozialer Stabilität und einem vitalen öffentlichen Leben beitragen.

Sozialraumanalyse für den Stadtteil Wermingsen in Iserlohn

Zukunftsorientierte Stadtteil- und Quartiersentwicklung

Die Arbeiterwohlfahrt plant für den Standort Iserlohn-Wermingsen ein Quartiersmanagement für die Zielgruppe 60+ einzurichten. Die Sozialraumanalyse bildet die Grundlage für eine mögliche Förderung eines Quartiersmanagements und stellt sowohl die IST-Situation als auch die vorhandenen Bedarfe dar. Im Wesentlichen wird dargestellt welche tragenden sozialen Infrastrukturen, generationengerechte räumliche Infrastrukturen, zielgruppenspezifische Wohnangebote und grundlegende Versorgungsangebote vorhanden sind bzw. wo Defizite und Handlungsbedarfe bestehen. In dem Zusammenhang werden sechs Handlungsfelder berücksichtigt:
Freizeit/Kultur, Mobilität, med./pfleg. Versorgung, Nahversorgung, Ehrenamt und Nachbarschaft, Wohnen und Wohnumfeld.
Die Sozialraumanalyse wurde neben der analytischen Betrachtung des Standortes durch eine Fragebogenaktion, einer Beteiligung der Zielgruppe 60+ (World-Café) und durch leitfadengestützte Experteninterviews untermauert.

Ein Haus für die Stadt

Neubau eines Gemeindezentrums in Troisdorf – Phase Null (laufendes Projekt)

Die Evangelische Kirche in Troisdorf plant den Neubau eines Gemeindezentrums. Es soll „ein Haus für die Stadt” werden.
Passend zum Konzept der Stadtkirche soll am Standort des jetzigen Gemeindehauses ein Haus für die Stadt entstehen und noch mehr: Das neue Haus soll als Quartierszentrum offen sein für Bürgerinnen und Bürger, für Initiativen und Bedürfnisse aus der Stadt. Gemeindeleben unter einem Dach mit Kunst und Kultur, Kommunikation und Begegnung.
Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in Troisdorf soll überlegt werden, was braucht die Stadt? Wie soll das neue Gemeindezentrum aussehen? Welche Nutzungsmöglichkeiten sollen eröffnet werden? Wie kann das neue Gemeindezentrum ins Quartier stadträumlich und darüber hinaus funktional in die Stadt Troisdorf integriert werden?
In der Phase Null werden die Bürgerinnen und Bürger, sowie Experten unterschiedlichster Bereiche eingebunden. In Zukunftswerkstätten, Zukunftskonferenzen, Klausurtagungen und weiteren Formaten, werden Ideen und konkrete Hinweise zu einem Ergebnis zusammengetragen, auf dessen Basis ein Nutzungskonzept erarbeitet wird. Die Aufgabe umfasste die Prozesssteuerung, die Durchführung der Veranstaltungen, die Rückkopplung und der interne Abgleich mit dem Auftraggeber sowie die Darstellung der Ergebnisse und Aufbereitung in Form eines Konzeptes.

Gestaltungskonzept Haus Nell

Neugestaltung und energetische Optimierung eines Wohngebäudes

Das Wohngebäude Nell in Niederfischbach soll saniert und energetisch ertüchtigt werden.
Das Gebäude wurde im Jahr 1969 nach Rückbau wiederaufgebaut und wird seitdem als Wohngebäude genutzt. Neben einem Untergeschoss und zwei weiteren Vollgeschossen ist das Dachgeschoss ausgebaut. Derzeit gibt es auf pro Etage eine Wohneinheit. Alle Etagen werden derzeit bewohnt.
Die Erarbeitung eines grundsätzlichen Lösungsansatzes in Bezug auf eine Gestaltungs- und Leitidee ist die Aufgabe und das Ziel.
Unter Berücksichtigung der energetischen Ertüchtigung des Wohngebäudes und der Gestaltung der Fassaden wird ein erstes Gestaltungskonzept erarbeitet. Maßnahmen zur energetischen Optimierung des Gebäudes werden vorgeschlagen.

Sozialraumanalyse für die Gemeinde Erndtebrück

Nachhaltige Quartiersentwicklung für die Zielgruppe 60+

Die Arbeiterwohlfahrt plant für den Standort Erndtebrück ein Quartiersmanagement für die Zielgruppe 60+ einzurichten. Als Grundlage für die Beantragung einer Förderung für ein Quartiersmanagement wurde von uns eine Sozialraumanalyse erarbeitet.
Neben den allgemeinen und wesentlich zu beachtenden Faktoren wurden insbesondere die aktuellen Bedarfe und zukünftigen Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft in den Blick genommen. Anhand dieser sozialräumlichen Perspektive wird das Ziel verfolgt, Konzepte und Angebote passgenau zu verorten und da wo möglich, Synergien zu nutzen und neu/ anders verknüpfen. Mit diesem Perspektivwechsel wird es möglich, von der herkömmlichen Orientierung, nämlich der Betrachtung der Defizite einzelner Betroffener, eine Aktivierung der Ressourcen in den Mittelpunkt zukünftiger Entwicklungsperspektiven zu stellen. Diese Ressourcen im sozialräumlichen Zusammenhang zu sehen und zu begreifen ermöglicht es der Quartiersarbeit die Betroffenen besser zu unterstützen und sie effektiver zu beteiligen.
Für uns ist dies eine wesentliche Basis, um darauf aufbauend eine qualitätsvolle und zukunftsorientierte Gemeinwesensarbeit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels leisten zu können.
Die Sozialraumanalyse wurde neben der analytischen Betrachtung des Standortes durch eine Fragebogenaktion, einer Beteiligung der Zielgruppe 60+ (World-Café) und durch leitfadengestützte Experteninterviews untermauert.

IKEK für die Stadt Schleiden

Integrierte kommunale Entwicklungskonzepte – nachhaltige Entwicklungsstrategien ländlicher Raum

Wie wollen wir in unserer Heimatstadt zukünftig leben und wie wollen wir
sie mit ihren 18 Orten bis in das Jahr 2030 entwickeln? Diese Fragen stellten die Politik und Verwaltung an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schleiden.
Die Beantwortung dieser Fragen sollte im Rahmen eines IKEK erfolgen. Als beauftragtes Büro konnten wir die Stadt Schleiden in diesem Prozess begleiten.
In einem offenen, transparenten Prozess wurden für jeden Ortsteil spezifische
Handlungsfelder und Projektideen zur Erreichung der zuvor erarbeiteten Ziele herausgearbeitet.
In intensiver Zusammenarbeit zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung und der Politik konnte ein Konzept erarbeitet werden, dass die gewünschten zukünftigen Entwicklungen, sowohl gesamtkommunal als auch für jeden einzelnen der 18 Orte, beschreibt und Maßnahmen sowie konkrete Projekt benennt.
Entscheidend für den Erfolg des Prozesses war die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, die im gesamten Prozess mitgewirkt hat, ebenso die gute Unterstützung durch die Verwaltung und Politik.

IKEK – Kreis- und Hochschulstadt Meschede

Integrierte kommunale Entwicklungskonzepte – nachhaltige Entwicklungsstrategien ländlicher Raum

Kommunen im ländlichen Raum stehen mehr denn je vor ganz besonderen Herausforderungen. Hier treffen ländliche Strukturen und eine immer vielfältiger werdende Gesellschaft zusammen. Urbanes Leben und ländliches Wohnen wollen, oder besser gesagt „sollen” zusammenfinden.
Damit dies gelingt steht die Politik und die Verwaltung der Städte im ländlichen Raum vor einer enormen Aufgabe: den Anforderungen an eine sich verändernde Lebens- und Arbeitsweise, dem Wunsch nach ländlichem Wohnen mit städtischen Flair, dem Ausbau der notwendigen technischen Infrastruktur und dem Vorhalten attraktiver Versorgungsangebote gerecht zu werden und entsprechend steuernd zu wirken.
Die Städte im ländlichen Raum können die Anforderungen erfüllen – bieten sie doch zum einen ländliches Wohnen in den Ortsteilen bzw. auf dem Dorf und zum anderen städtisches Wohnen und die wichtigen Infrastruktur- und Versorgungsangebote im Zentrum der Stadt.
Da sich jede Kommune voneinander unterscheidet, unterschiedliche Schwerpunkte, Ausgangslagen und Chancen zeigt ist es wichtig, die richtigen Ansätze für eine zukunftsorientierte Entwicklung zu erarbeiten.
Ein Instrument, das der Erarbeitung einer kommunalen Gesamtstrategie dient, ist das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK).
Bürgerinnen und Bürger erarbeiten und fachlicher Begleitung gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen eine Strategie, die in ein Konzept gefasst wird.
Die Kreis- und Hochschulstadt Meschede hat in den Jahren 2016 bis 2017 ein IKEK erstellt. Wir durften den Prozess begleiten und das Konzept erstellen.

Nutzungskonzept für zwei historische Gebäude

Nachhaltige Entwicklungsstrategien denkmalgeschützter Gebäude

Die Stadt Meschede ist baukulturell bedeutend und verfügt über einen reichen Schatz an historischen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden. Eine besondere Bedeutung kommt dem Stadtteil Eversberg zu, der mit seiner historischen Altstadt den Stadtteil ortsbildprägend, zunehmend jedoch auch einwohnerstrukturell prägt. Viele der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude entsprechen heute nicht mehr den Wohnraumbedürfnissen, egal ob es um attraktives Wohnen für junge Familien als auch um attraktives Wohnen für älter werdende Menschen geht.
Die Vorgaben des Denkmalschutzes stellen sich für viele der Inhaber und ggf. potenziellen Käufern der Gebäude als eine Hürde dar. So spiegelt sich auch in Eversberg der Wandel – auch in einer Nichtnutzung von Gebäuden. Zunehmend stehen Gebäude zur Disposition und eine Strategie im Umgang mit den Gebäuden und Gebäudenutzungen ist wichtig.
Der Trend zu neuen Wohnformen – von der barrierefreien Wohnung und Wohnungen mit Betreuungsangeboten – könnte aufgegriffen werden. Wie ein solches Projekt, die Umnutzung von Wohngebäuden im Einzelnen aussehen kann, wird anhand des erarbeiteten Nutzungskonzeptes dargestellt.
Am Beispiel von zwei Wohngebäuden im Stadtteil Eversberg wird untersuchen, wie die Anforderungen eine älter werdenden Gesellschaft an den Wohnungsbestand und die notwendigen baulichen Anpassungen des Bestandes an deren Bedürfnisse, z.B. in Bezug auf Barrierefreiheit und neue Wohnformen und gleichzeitig der respektvolle Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz zu vereinbaren ist.

Integriertes kommunales Entwicklungskonzept – IKEK für die Gemeinde Eslohe (Sauerland)

Nachhaltige Entwicklungsstrategien ländlicher Raum

Ländliche Räume sind schon seit mehreren Jahren durch den demografischen Wandel und den damit einhergehenden Folgen durch Rückgang und Alterung der Bevölkerung geprägt. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien sowie innovative Produktionsweisen führen darüber hinaus zu Veränderungen in der Wirtschafts-, aber auch in der Gesellschaftsstruktur. Die Gemeinde Eslohe, mit etwas mehr als 9.000 Einwohnern, ist als „Kleine Kleinstadt” im Hochsauerlandkreis ländlich geprägt.
Mit dem IKEK sollen bestehende Entwicklungsdefizite sowohl auf gesamtkommunaler Ebene wie auch auf Ortsebene aufgedeckt und Wege zu deren Abbau aufgezeigt werden, damit eine zeitgemäße und nachhaltige Weiterentwicklung gewachsener baulicher Strukturen angestoßen und insgesamt die kommunale Identität und Attraktivität, die wirtschaftliche Leistungskraft sowie die soziale Stabilität in der Kommune verbessert wird.

Vor dem Hintergrund der veränderten Anforderungen, die sich aus dem demografischen und sozioökonomischen Wandel ergeben, dient das integrierte kommunale Entwicklungskonzept der Erarbeitung einer Gesamtstrategie für die kommenden 10 bis 15 Jahre. Mit den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Eslohe wurden im Rahmen des Beteiligungsprozesses Ziele, Leitmaßnahmen und konkrete Projektideen erarbeitet.

Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) Kalterherberg, Stadt Monschau

Ländliche Dorfstrukturen und regionale Identität – ein Gewinn für Gemeinden und Menschen

Das Venndorf Kalterherberg ist eines der sechs Stadtteile der Stadt Monschau und gehört zur Städteregion Aachen. Mit ca. 2350 Einwohnern ist Kalterherberg ein lebendiger Ort der neben einer guten Infrastruktur (Lebensmittel, Bäckerei, Metzgerei, medizinische Versorgung und einer Grundschule) eine ausgeprägte, intakte Vereinsstruktur zeigt. Die unmittelbare Lage an der belgischen Grenze und die Anbindung an die Vennbahn führen zu einer steigenden Nachfrage, insbesondere im Bereich des Rad- und Wandertourismus. Neben der herrlichen Landschaft des Hohen Venn, der einmaligen Heckenlandschaft und den typischen Vennhäusern, finden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie bspw. der Eifeldom in Kalterherberg.
Für die Zukunft Kalterherbergs ist es wichtig die aktuellen Entwicklungen – die sich u.a. aus dem demografischen Wandel herleiten lassen –, mit den Potenzialen und Chancen – die ggf. der Ausbau eines sanften Tourismusangebotes zeigt –, zu verschneiden, um die infrastrukturelle Ausstattung als wichtigen Faktor für die Lebensqualität in Kalterherberg zukünftig zu sichern.

Dorfinnenentwicklung (DIEK)

Die Stadt Monschau möchte gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger in Kalterherberg, und den politisch Verantwortlichen der Stadt Monschau, die zentralen Themen für Kalterherberg erörtern, Handlungsbedarfe ermitteln und auf der Grundlage die notwendigen Maßnahmen festlegen.

Mit dem DIEK Kalterherberg wird eine konzeptionelle Grundlage für einen professionell gesteuerten Entwicklungsprozess geschaffen. Im Mittelpunkt der Förderung stehen die Aufwertung der Infrastruktur und die Erhöhung der Wohn- und Arbeitsqualität. Der Erhalt der ortsbildprägenden Bausubstanz, die dorfgerechte Gestaltung von Dorfstraßen, Dorfplätzen und Wegen, Begrünungen im öffentlichen Bereich, die Sicherung und Weiterentwicklung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen sowie die Umnutzung ehemals land- und forstwirtschaftlich genutzter Gebäude sind zentrale Themen. Auch die Verbesserung der Infrastruktur für den ländlichen Fremdenverkehr spielt in Kalterherberg eine wichtige Rolle.
Dabei setzt das Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) auf die Aktivierung der Eigenkräfte und die Stärkung der vorhandenen Potentiale. Das bürgerschaftliche Engagement, das Vereins- und Gemeindeleben, der soziale Zusammenhalt sowie die Dorfkultur werden als wesentliche Triebkräfte für eine eigenständige Entwicklung Kalterherbergs gefördert.

Nordenau 2030 - Dorfentwicklungskonzept

Das Dorfentwicklungskonzept (DEK) für Nordenau entstand im Jahr 2013/2014 im Auftrag der Stadt Schmallenberg mit dem Ziel, die hohe Lebensqualität im Stadtteil Nordenau dauerhaft zu sichern und die Entwicklungen im Tourismus an die Gegebenheiten und Möglichkeiten vor Ort anzupassen.

Nordenau, eines der 93 Ortsteile der Stadt Schmallenberg, ist zum einen durch den Tourismus geprägt und zum anderen dient es den ca. 200 Bewohnern als Lebensmittelpunkt.

Zwei Hotels, viele Pensionen und Ferienwohnungen sind feste Bestandteil der Ortsstruktur. Sie werden überwiegend von ortsansässigen Familien geführt. Mehrere landwirtschaftliche Betriebe, im Haupt- und Nebenerwerb, sind in die Siedlungsstruktur homogen integriert.
Der Heilstollen in Nordenau, die Burgruine Rappelstein und der Kurpark sind neben dem Wintersport, zunehmend auch dem Rad- und Wandersport, die Hauptattraktionen im Ort. Ein kleiner Dorfladen bietet den Bewohner sowie den Gästen die Möglichkeit sich im Ort zu versorgen. Besonders ausgeprägt ist eine vielfältige Vereinsstruktur und ein großes ehrenamtliches Engagement.

Die Konzeptphase der Dorferneuerung hat zum Ziel, in einem breit angelegten Prozess ein möglichst konsensfähiges, auf die Möglichkeiten des Ortes und seiner Bewohner abgestimmtes Leitbild für die zukünftige Entwicklung des Ortes zu erarbeiten. Für die im Leitbild formulierten Zukunftsideen, die sowohl den sanften Tourismus stärken und gleichsam die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner im Ort berücksichtigen, wurden die praktischen Schritte und notwendigen Maßnahmen formuliert. Die im Prozess formulierten Ziele und Maßnahmen sind im Dorfentwicklungskonzept (DEK) dargestellt und dienen als Grundlage für die Erstellung des Dorfentwicklungsplanes, der in den nächsten 15 Jahren die Entwicklung Nordenaus leiten soll.

Das DEK dient als Grundlage und für weitere Aspekte wie: Finanzierbarkeit, Abstimmung mit anderen Planungen, Institutionen und Ämtern, Einordnung in die gesamtstädtischen Entwicklungen.

Stadt Kirchen (Sieg) - Demografiekonzept

Der Rat der Stadt Kirchen hat im Frühjahr 2011 die Fortführung und Weiterentwicklung des bereits vorliegenden Demografie-Konzeptes für die Stadt Kirchen beschlossen. Das Konzept wurde in Kooperation zwischen der Verwaltung, dem Stadtrat der Stadt Kirchen und der Universität Siegen, Fachbereich Architektur und Städtebau, erarbeitet.
Hierzu wurde Christine Loth als Demografie-Beauftragte für die Dauer von September 2011 bis Februar 2013 beauftragt.
Die Fortführung des Demografie-Konzeptes hat zum Ziel, die bereits formulierten Leitziele und Handlungsansätze mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Kirchen weiter zu qualifizieren, um Projekte zu konkretisieren und umzusetzen.
Die Umsetzung der Leitziele und Maßnahmen erfolgte in themenbezogenen Arbeitskreisen. Flankierend wurden Informationsveranstaltungen zu den Themenfeldern „Arbeitsmarkt und Wirtschaft“, „Immobilienmarkt und Wohnstandort“, „Soziale Netzwerke“ und „Versorgung und Infrastruktur“ durchgeführt. Eine zusätzliche, wöchentlich stattfindende Öffentliche Runde ermöglichte es allen Bürgerinnen und Bürgern sich über den jeweiligen Entwicklungsstand zu informieren und auch selbst Ideen und Wissen einzubringen.
In enger Kooperation mit der Verwaltung und Politik der Stadt Kirchen (Sieg) konnten viele der im Demografie-Konzept formulierten Ziele und Maßnahmen umgesetzt werden. Weitere Ideen wurden entwickelt, an deren Umsetzung die Bürgerinnen und Bürger aktiv weiterarbeiten möchten. Die dauerhafte Fortführung der Kümmererstelle „Demografie-Beauftragte_r“ nach wurde vom Rat der Stadt Kirchen (Sieg) beschlossen.

Dörfer im Aufwind - LEADER Region Hochsauerland

„Dörfer im Aufwind“ ist ein Vorrangprojekt der LEADER Region Hochsauerland. Neben der Dorfentwicklung allgemein war das Thema „Leerstände“ ein weiterer Schwerpunkt . Mit dem Projekt sollen die Dörfer bzw. die Bewohner dieser Dörfer dabei unterstützt werden, die Zukunft der einzelnen Orte aktiv zu gestalten. Jeweils ein Dorf der sechs beteiligten Kommunen Meschede, Olsberg, Hallenberg, Brilon, Medebach und Winterberg wurde als Modelldorf an einem partizipativen Entwicklungsprozess beteiligt. Für die in den Dorfentwicklungsprozessen erarbeiten Ziele und Maßnahmen konnten die beteiligten Kommunen Förderbescheide aus Dorferneuerungsmitteln erhalten. Brilon-Wald konnte auf der erarbeiteten Grundlage die Anbindung an die touristische Infrastruktur und die Dorfbegrünung realisieren. Ein Pilotprojekt, die Umnutzung des ehemaligen Waldbahnhofs Brilon-Wald zu einem Hotel- und Gastronomiebetrieb mit der Ausrichtung Tourismus/Gesundheit wurde erfolgreich entwickelt. In Meerhof lag der Schwerpunkt auf der Erarbeitung und Installierung eines Leerstandsmanagements, in Wiemeringhausen konnte ein Themenradweg „Wasserkraft“ projektiert werden, in Oberschledorn das Kunst & Kultur Erlebnishaus, in Meerhof der Umbau der leerstehenden „Alten Schule“ in ein Bürgerzentrum, in Braunsfeld die Revitalisierung der Bürgerhauses und den Betrieb eines Bürgerbus und in Niedersfeld die Umgestaltung des Kirchplatzes.
Mit dem Projekt Dörfer im Aufwind konnte es gelingen in einigen Modelldörfern Jugendliche für eine Beteiligung zu gewinnen.

Kirchspiel Helden - Ein Dorfentwicklungskonzept

In Kooperation mit der Stadt Attendorn erarbeitet die Universität Siegen Fachbereich Architektur und Städtebau das Dorfentwicklungskonzept für das ‚Kirchspiel Helden‘ unter besonderer Berücksichtigung der demografischen Entwicklung. Gegenstand des Dorfentwicklungskonzeptes ist die Betrachtung der acht einzelnen Ortsteile des Kirchspiels, im Hinblick auf die aktuelle Situation, den zu erwartenden Entwicklungen sowie die sich daraus ableitenden Handlungsmaßnahmen. Die Dorfentwicklungskonzept ist Teil eines Integrierten Entwicklungskonzeptes (ILEK) für die Region Bigge-Lenne-Sorpe. Die Ergebnisse sind im Dorfentwicklungskonzept dokumentiert.
Als Kooperationsprojekt werden Synergieeffekte erwartet, die in die Forschungsarbeit des Lehrgebietes Städtebau und Regionalentwicklung an der Universität Siegen einfließen.

Stadtplanung & Städtebau

Stadtplanung umfasst alle Projekte im Rahmen der Bauleitplanung. Städtebauliche Entwürfe und Konzepte unter Städtebau

Siedlungserweiterung – Bebauungsplan Windecke

Bebauungsplan Nr. 27 der Ortsgemeinde Niederfischbach

Mit dem Bebauungsplan Windecke reagiert die Ortsgemeinde Niederfischbach auf die Nachfragen nach Wohnbauland in bester Wohnlage. Mit dem Bebauungsplan werden am nördlichen Ortsrand zusätzliche Siedlungsflächen mit der Zweckbestimmung Allgemeine Wohngebiete ausgewiesen.
Nächste Versorgungsstrukturen (Nahversorgung) finden sich in ca. 300 m (Luftlinie).
Die vorbereitende Bauleitplanung wurde von uns durchgeführt und ein Bebauungsplan erarbeitet. Grundlage dazu war eine städtebauliche Analyse, die insbesondere aufgrund der vorhandenen Topografie die Höhenentwicklung der Gebäude zum Ziel hatte. Die vollständige Übernahme der verfahrensbezogenen Leistungen im bauplanungsrechtlichen Verfahren war unsere Aufgabe.
Besonderheiten: Städtebauliche Nachverdichtung, Landschaftsschutz und Naturschutz, Topografie

Bebauungsplan Gewerbegebiet Welschen Ernest und Änderung des Flächennutzungsplans

Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Welschen Ernest”

Die Erweiterung und Änderung eines Teilbereich des bestehenden Bebauungsplans Nr. 27 „Gewerbegebiet Welschen Ennest” wurde mit der geplanten Erweiterung der Flächen eines Unternehmens am Standort Welschen Ernest in der Gemeinde Kirchhundem notwendig. Die Größe des Geltungsbereichs umfasst ca. 2 ha.

16. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Kirchhundem

Mit der Änderung und der Erweiterung des Bebauungsplan „Gewerbegebiet Welchen Ernest” wurde die 16. Änderung des Flächennutzungsplans notwendig und von uns vorbereitet sowie im Parallelverfahren erarbeitet.

Innenentwicklung – Nachnutzung einer Brachfläche in der Ortsmitte

Bebauungsplan „In der Struth" – Ortsgemeinde Niederfischbach

Mit dem Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses wird in der Ortsmitte von Niederfischbach eine langjährige Brachfläche entwickelt. Die zur Umsetzung des Vorhabens notwendige vorbereitende Bauleitplanung wurde von uns durchgeführt und ein Vorhabenbezogener Bebauungsplan erarbeitet. Grundlage für den Bebauungsplan war eine städtebauliche Analyse, die insbesondere aufgrund der vorhandenen Topografie die Höhenentwicklung der Gebäude zum Ziel hatte.
Die vollständige Übernahme der verfahrensbezogenen Leistungen im bauplanungsrechtlichen Verfahren (gem. § 13a BauGB) mit vollständiger Durchführung von Beteiligungsverfahren, Erarbeitung der maßgeblichen Abwägungssachverhalte bis hin zur vollständigen Verfahrensorganisation war unsere Aufgabe.
Besonderheiten: Städtebauliche Nachverdichtung, Planen im Bestand, Altlasten

Friesenhagen - Ein Dorf wächst und bleibt jung

Bebauungsplan „Auf dem Wintert” in Friesenhagen

Fünfzehn Einfamilienhäuser werden in den nächsten Jahren in Friesenhagen errichtet. Die junge Generation in Friesenhagen ist ortsverbunden. Sie stimmt mit den Füßen ab, für ihren Heimatort und für Friesenhagen. Anders könnte man die Forderung nach Wohnbaufläche kaum deuten. Die Ortgemeinde Friesenhagen reagiert, sie will den demografischen Wandel gestalten. Die Schaffung von zusätzlichem Wohnbauland dient damit vorrangig der Eigenentwicklung des Ortes. Die Standortwahl des Plangebietes ist gezielt. Die Südhanglage bietet beste Voraussetzungen für attraktives Wohnen. Im Norden grenzt der Sportplatz der Ortsgemeinde an das Plangebiet an.
Das Gebiet grenzt unmittelbar an bestehende Siedlungsbereiche mit Infrastruktureinrichtungen wie Kindergarten und Grundschule an. Die Ortsmitte ist fußläufig erreichbar. Beste Voraussetzungen für junge Familien.
Der städtebauliche Entwurf reagiert auf vorhandene Siedlungsstrukturen und Gebäudetypologien, nimmt diese auf und ergänzt sinnvoll. Der Geländeverlauf und die Topografie werden im Entwurf aufgenommen, die Bebauung daran orientiert und als Gesamtstruktur qualifiziert. Übergeordnete Leitziele sind die flächensparende und ökonomisch sinnvolle Erschließung und Bebauung, Orientierung an und Beachtung der Qualität der umgebenden Strukturen (Siedlungs-, Natur- und Landschaftsbereiche), sozial verträgliche Dichte, öffentliche Räume und Möglichkeiten für eine gute Nachbarschaft und Miteinander (soziale Kontakte und Austausch). Maßnahmen zum Schutz vor Immissionen (Lärmschutz) sind Teil der Festsetzungen im Bebauungsplan.
Besonderheiten: Immissionsschutz nach Sportstättenrichtlinien, Uralt-Bergbau, Entwässerung über Regenrückhaltung

Nachverdichtung eines Einfamilienhausgebietes

Das Plangebiet „Auf der Narr“ wurde in den 1970er Jahren als Einfamilienhausgebiet geplant. Große Grundstücke und öffentliche Grünflächen prägen den Charakter des Gebietes. Seit einigen Jahren vollzieht sich der erste Generationenwechsel im Gebiet, der auch zu baulichen Veränderungswünschen und Nutzungsänderungen führt. Die Teilung der großen Grundstücke und einer damit einhergehenden Nachverdichtung des Gebietes erfordern baurechtliche Anpassungen des bestehenden Bebauungsplans, um den Bedürfnissen der nächsten Generation gerecht zu werden und gleichzeitig eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu sichern.

Bezner-Areal in Ravensburg - Städtebaulicher Wettbewerb - Anerkennung

Wettbewerb Bezner-Areal Ravensburg

Städtebauliches Konzept

Als Relikte der industriellen Vergangenheit der Oststadt von Ravensburg und als Ausgangspunkt einer Stadtteil-Neustrukturierung sollen Teile der Industriehallen auf dem Bezner-Areal und beim Härdtner-Ensemble erhalten bleiben und umgenutzt werden. Um die alte Backsteinhalle und dem dazu gehörigen Verwaltungsbau an der Holbeinstraße entsteht auf dem Bezner-Areal ein locker gefügtes Ensemble aus sechs Wohnhäusern mit Geschosswohnungen, auf dem Härdtner-Gelände werden nur die alten Sheddachhallen erhalten und entlang der Wangener Straße durch eine neue, parallel verlaufende Gebäudezeile ergänzt, so dass ein neuer Büro- und Gewerbehof entsteht.
Wesentliches Element des städtebaulichen Entwurfs ist die fußläufige Verbindung der neu entstandenen Binnenbereiche auf dem Bezner- und Härdtner-Areal, so dass nun zwischen Wangener Straße und Holbeinstraße eine dritte Wegebeziehung zwischen Kernstadt und östlicher Vorstadt etabliert wird. Eine besondere Qualität ist die differenzierte Einbindung bislang nicht ausgeprägter Beziehungen, wie beispielsweise die Anbindung an den Aufgang zur Veitsburg oder die Durchquerung bislang verschlossener Innenbereiche.

Bezner-Areal

Die Bebauung des Bezner-Areals mit Punkthäusern rund um die alte Halle soll der „Nachfrage nach differenzierten städtischen Wohnformen unterschiedlichster Ausprägung, wie beispielsweise Bauherrngemeinschaften, o.ä“ (Auslobungstext) Rechnung tragen und so eine flexible städtebauliche Struktur für verschiedene Vorhabenträger vorgeben. Integrierendes und identitätsstiftendes Element sind die Freiräume im Norden und im Süden der Halle und natürlich die alte Backsteinhalle selbst. Diese wird nach dem „Haus-im-Haus-Prinzip“ umgenutzt, d.h. die Halle selbst bleibt unbeheizt und übernimmt nur den reinen Witterungsschutz („Regenschirm“) für neue Baukörper, die frei unter das Dach eingestellt werden und über einen zeitgemäßen baulichen Wärmeschutz verfügen.
So kann die Halle in ihrem historischen Originalzustand verbleiben und zwischen den neu platzierten Baukörpern entstehen spannungsreiche, „städtische“ Zwischenräume, quasi überdachte Gassen und Plätzchen. Dieser baulichen Disposition entsprechen die vorgesehenen Nutzungen mit öffentlichen Einrichtungen (Kindertagesstätte, Bürgertreff, usw.) und kleinteiligem Einzelhandel (Tante Emma-Laden, usw.) und Gastronomie.

Duisburg - Bebauung einer innerstädtischen Konversionsfläche

Das Plangebiet umfasst die Flächen des ehemaligen Hallenbades und des angrenzenden Parkplatzes an der Kirchfeldstraße. Es wird durch die Rathausallee, die Kirchfeldstraße, einen Fußweg zum Friedhof und den Friedhof begrenzt und liegt im Bereich des Nahversorgungszentrums Rumeln-Kaldenhausen.
Der Bebauungsplan schafft Planungsrecht für die Ansiedlung eines SB-Marktes auf erschlossenen, jedoch brachgefallenen Grundstücken, die heute mit ungenutzten Gebäuden bebaut sind. Somit werden diese Grundstücke revitalisiert, einer Wiedernutzung zugeführt und wieder in den Stadtraum integriert, ohne dass eine aufwendige Neuerschließung notwendig wird.
Zugleich werden die Ziele des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Duisburg umgesetzt. Besonderheiten: Immissionsschutz, Beachtung der Richtlinie Seveso II

Monheim am Rhein - Bebauung einer innerstädtischen Konversionsfläche

Das Plangebiet befindet sich im Ortsteil Baumberg der Stadt Monheim am Rhein. Es handelt sich um die Industriebrache einer ehemaligen Gießerei, dem dazugehörenden Parkplatz- und unbebauter Grün- und Wiesenflächen.
Nach Aufgabe der betrieblichen Nutzung, dem Abbruch der Industrieanlagen und der Freilegung der Fläche, bedarf diese einer städtebaulichen Neuordnung um die Brachfläche in die Stadtentwicklung zu integrieren. Vor Allem im Hinblick auf die im Norden und Westen angrenzende Wohnnutzung kommen dabei für Teilbereiche gewerbliche oder industrielle Nachnutzungen nicht mehr in Betracht. Andererseits ist das angrenzende Wohnviertel seit geraumer Zeit ohne funktionsfähige Nahversorgung. Nach Prüfung wird der Standort Berghausener Straße als geeignet für die Entwicklung eines zentralen Versorgungsbereichs / Nahversorgungszentrums eingestuft und für den westlichen Bereich des Gebietes vorgesehen. Der städtebauliche Entwurf sieht im Norden und Westen des ehemaligen Industrieareals Wohnnutzung vor. Im südlichen Teil des ehemaligen Industriegeländes, entlang der Berghausener Straße soll die bereits im Nahbereich vorhandene, benachbarte gewerbliche Nutzung fortgesetzt werden.
Diese städtebauliche Neuordnung setzt die Aufstellung eines Bebauungsplanes voraus.

Beteiligung & Moderation

Beteiligungsverfahren, Moderationen und Studien führen wir mit umfangreicher Expertise durch. Individuell auf die Bedürfnisse unserer Auftraggeber abgestimmt, die Ziele verfolgend und den Rahmenbedingungen angepasst.

Regionale Südwestfalen 2025

Wir waren dabei!

Wir waren dabei in der „heißen Phase” um die Ausrichtung einer REGIONALE 2022 bzw. 2025 und haben im Rahmen der Jury-Bereisung einen Workshop zum Thema Wir in Südwestfalen 4.0 _FREIräume zum Leben vorbereitet und geleitet.

Für diesen Workshop haben wir ein Planspiel entwickelt, anhand dessen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops Szenarien entwickelt haben.
Die zentrale Fragestellung war:
Welche Anforderungen haben wir heute und zukünftig an unser Zusammenleben, unser Engagement für die Region und Gesellschaft und an Organisation und Gestaltung unseres Dorfes oder unseres Quartiers der Zukunft?
Wie können die Instrumente der Digitalisierung uns helfen bei der Zukunftsgestaltung unserer Heimat?

Am Mittwoch (22. Februar 2017) war eine mit Vertretern von Ministerien und Wissenschaft besetzte Fachjury in Arnsberg um sich einen persönlichen Eindruck von der südwestfälischen Bewerbung, den Akteuren und der Strategie zu machen, mit der die in der Bewerbung beschriebenen Projekte realisiert werden sollen.
Mit dem von uns geleiteten Workshop und den erarbeiteten Ergebnissen konnten wir die Jury überzeugen.

Gemeinsam haben alle Akteure für Südwestfalen die Daumen gedrückt!
Erfolgreich.... die Regionale Südwestfalen 2025 kommt!

Fachvorträge

Auswahl von Vorträgen zu Themen der Stadtentwicklung und Stadtentwicklungspolitik

  1. 20. Juli 2017

    Räumliche und soziale Zukunftssicherung im ländlichen Raum – Architektur als Beitrag

    Fachvortrag Hochschule Koblenz

  2. 1. Juli 2017

    Unser Dorf hat Zukunft

    Festrede zum 50. Jubiläum Bundesgolddorf im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” der Ortschaft Oberkirch

    Stadt Schmallenberg

  3. 28. April 2016

    Architektur: Gestaltung – Konstruktion – Technik

    Bundesweiter Boy’s Day, Universität Siegen

  4. 8. April 2016

    Stadtplanung und Bildung

    Interdisziplinäre Tagung „Kulturelle Bildung – Bildende Kultur“, Universität Siegen

  5. 15. Mai 2015

    Architektur und Städtebau studieren

    Universität Siegen

  6. 11. September 2014

    Der Bebauungsplan als rechtsverbindliches und steuerndes Instrument der Bauleitplanung

    OG Friesenhagen

  7. 23. Oktober 2014

    Euregionale - Raumaneignung an der Universität Siegen

    Internationaler Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden aus Siegen, Maastricht, Aachen und Lüttich

  8. 22. August 2014

    Metropolen im ländlichen Raum – Stadtentwicklung regional denken

    Stadt Meschede

  9. 13. Juli 2013

    Dorfentwicklung - den Demografischen Wandel als Chance verstehen

    Stadt Schmallenberg-Nordenau, Impulsvortrag

  10. 5. September 2012

    Demografischer Wandel als Chance für die Kommunen

    Stadt Betzdorf, auf Einladung von MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler

  11. 26. September 2012

    Demografischer Wandel: Bürgerschaftliches Engagement als Erfolgsfaktor

    Stadt Kirchen (Sieg)

  12. 3. September 2012

    Die Auswirkungen des demografischen Wandels – Chancen nutzen

    Seniorenbeirat der Stadt Kirchen (Sieg)

  13. 23. September 2012

    Wohnraumförderung als Baustein von Stadtentwicklung

    Stadt Kirchen (Sieg)

  14. 2011

    Dorfentwicklung – den Demografischen Wandel als Chance verstehen

    LEADER Region Hochsauerland Brilon-Wald, Meershof, Braunshausen, Oberschledorn, Niedersfeld, Wiemeringhausen

  15. 12. August 2011

    Megatrends und Stadtentwicklung

    Stadt Kirchen (Sieg)

  16. 24. Oktober 2011

    Perspektiven für den Handel im ländlichen Raum

    IHK Koblenz, Stadt Altenkirchen

  17. 27. Oktober 2011

    Perspektiven für den Handel im ländlichen Raum

    IHK Neuwied, Stadt Neuwied

  18. 30. August 2011

    Stadtentwicklung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und seinen Auswirkungen

    Stadt Kirchen

  19. 1. März 2011

    Vitale Orte – Entwicklung ländlicher Räume – Verfall und Leerstand in Stadtteilen vermeiden

    Stadt Frankenberg (Eder)

  20. 13. Januar 2009

    Demografischer Wandel im ländlichen Raum

    Stadt Attendorn

Moderation & Beteiligung

Auswahl von Beteiligungsprojekten zu Themen der Stadt-, Regional- und Dorfentwicklung

  1. März 2017 – Oktober 2017

    Integriertes kommunales Entwicklungskonzept Stadt Schleiden

    Bürgerbeteiligung und Moderation von 12 Arbeitskreisen

  2. 17. Mai 2017

    Polis convention, Düsseldorf

    Moderation des Panels „Wie wollen wir forschen?“

  3. September 2017 – Oktober 2017

    Sozialraumanalyse Arbeiterwohlfahrt Erndtebrück

    Bürgerbeteiligung (World-Café, Befragung, etc.)

  4. 5. November 2016

    BürgerWerkstatt Soltau

  5. August 2016 – Dezember 2016

    Dorfinnenentwicklungskonzept

    Bürgerbeteiligung und Moderation 3 Arbeitskreise

  6. April 2016 – April 2017

    Integriertes kommunales Entwicklungskonzept Gemeinde Eslohe

    Bürgerbeteiligung und Moderation von 4 Arbeitskreisen

  7. September 2016 – April 2017

    Integriertes kommunales Entwicklungskonzept Kreis- und Hochschulstadt Meschede

    Bürgerbeteiligung und Moderation von 4 Arbeitskreisen

  8. 4. April 2014

    Auftaktveranstaltung RegionaleSpiel Südwestfalen

    Regionale Südwestfalen, Stadt Lüdenscheid

  9. 8. Dezember 2014

    Weiterentwicklung Erfahrungsfeld SCHÖNUNDGUT

    Hoppmann Stiftung, Stadt Siegen

  10. 13. Juli 2013

    BürgerWerkstatt Nordenau

    Auftaktveranstaltung, Nordenau, Stadt Schmallenberg

  11. 13. Juli 2013

    Dorfsafari

    Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen, Nordenau, Stadt Schmallenberg

  12. 26. November 2013

    Weiterentwicklung Erfahrungsfeld SCHÖNUNDGUT

    Hoppmann Stiftung, Stadt Siegen

  13. 2011 – 2012

    Demografiekonzept für die Stadt Kirchen (Sieg)

    Moderationen von 18 Arbeitskreissitzungen

  14. 2011 – 2012

    Dörfer im Aufwind – LEADER Projekt Hochsauerland

    Moderation von 6 Arbeitskreissitzungen

  15. 9. Oktober 2011

    Mein Chillplatz in der Stadt

    Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen, Stadt Bergneustadt

  16. 6. November 2011

    Meine Stadt – mein Ort

    Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen, Stadt Kirchen (Sieg)

  17. 17. März 2010

    Dörfer an den Rothaarsteig

    Regionale Südwestfalen, Forsthaus Hohenroth, Bauerndorf

  18. 19. November 2010

    Spiellandschaft Hackenberg

    Beteiligungsprojekt mit Kindern und Jugendlichen, Stadt Bergneustadt, OT Hackenberg

  19. 2009 – 2010

    Dorfentwicklung Kirchspiel Helden

    Moderation von 8 Arbeitskreissitzungen

  20. August 2008

    Spielleitplanung

    Ausbildung und Zertifikat zur Durchführung von Spielleitplanungen in Gemeinden und Städten, Architektenkammer Rheinland-Pfalz

Theorie

Die theoretische Auseinandersetzung und fundiertes Wissen zu den komplexen und vielfältigen räumlichen Strukturen und deren Wechselwirkungen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen, ebenso eine interdisziplinäre Betrachtungsweise in der Lehre, Forschung und Praxis, sind uns wichtig.

Eine Hommage an das Siegerland, 2017

Architektur und Bekleidung, Universität Siegen

Im Masterstudiengang Architektur – Planen und Bauen im Bestand wurde im Sommersemester 2017 das Seminar „Architektur und Bekleidung” angeboten. 12 Studierende nahmen an dem Seminar teil und haben 12 tragbare Entwürfe erarbeitet. Für die entstandenen UNIkate wurden die passenden Verpackungen entworfen und hergestellt. Somit sind 12 eigenständige und für das Siegerland repräsentative Unikate entstanden.

Im Seminar Architektur und Bekleidung geht es um die Suche nach und die Auseinandersetzung mit gemeinsamen Gestaltungskriterien von Architektur und Bekleidung. Es geht um die Auseinandersetzung mit den in Zusammenhang gebrachten Strukturen und Sachverhalten, u.a. um Ver- und Umhüllen, Raumerweiterung und Raumbegrenzung, Schichtung und Dreidimensionalität.
Im Sommersemester 2017 war das Thema des Seminars:
Eine Hommage an das Siegerland.
Ein wesentlicher Aspekt war das Herausarbeiten dessen, was für das Siegerland und seine Architektur und die Menschen – damals und heute – typisch und repräsentativ war und ist. In einzelnen Bearbeitungsschritten wurden auf dieser Grundlage Analogien herausgearbeitet, Ideen entwickelt und ein Prototyp erarbeitet.
In den Entwürfen finden sich Zitate von August Sander, Hilla und Bernd Becher, u.a.. Auch die Topografie, die Landschaft, die typischen Materialien und die Geschichte des Siegerlandes finden sich in den Entwürfen wieder.
Petra Georg-Achenbach, Dipl.- Designerin und Goldschmiedin, Wilnsdorf begleitete das Seminar.
Die Ideen reichen von T-Shirt Gestaltungen, die sogar schon vermarktet werden, über Taschen die von den Schutzbekleidungen der Bergarbeiter inspiriert sind, bis zu Kleidern die an die Tradition des Haubergs erinnern. Darüber hinaus wurden individuell gestaltete Schmuckstücke, Gürtel und Taschen erarbeitet.

Publikation: Lokale Bildungslandschaften und Stadtentwicklung – Schnittstellen und Verflechtungen

Gebaute Bildungslandschaften – Verflechtungen zwischen Pädagogik und Stadtplanung Veröffentlichung

Stadtentwicklung und Bildungswesen müssen zusammen gedacht werden – eine Forderung, die in den vergangenen Jahren in Politik und Praxis immer lauter wird. Doch was passiert, wenn Stadt und urbane Landschaft für Bildung imaginiert und auch gestaltet wird? In Deutschland gibt es bisher nur wenige Bildungslandschaften, die über eine Kooperation von Bildungsakteuren hinausgehen und die sich im Stadtraum sichtbar und nachhaltig materialisieren. Diese sind Gegenstand eines neuen interdisziplinären Diskurses.

Die Autoren identifizieren Schnittstellen und Verflechtungen zwischen Stadtentwicklung und Bildungswesen. In einer Politikfeldanalyse werden Themen und Strategien des Bundes, der Länder und Kommunen beleuchtet, gemeinsame Ansätze und auch blinde Flecken diskutiert. Die konkrete bauliche und pädagogische Umsetzung von acht Bildungslandschaften in deutschen Groß- und Mittelstädten wird porträtiert. Dabei werden auch Motive und Begründungen für die ressort- und disziplinübergreifenden Kooperationen nachgezeichnet.

Eine weiterführende Forschung zu dem Thema wurde bei der Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) beantragt und genehmigt.

Wenn Stadt Bildung mitdenkt, dann …

Die Vorstellung unserer Publikation „Wenn Stadt Bildung mitdenkt, dann …“, Fotografin: Regina Sablotny
Die Vorstellung unserer Publikation „Wenn Stadt Bildung mitdenkt, dann …“, Fotografin: Regina Sablotny
Die Vorstellung unserer Publikation „Wenn Stadt Bildung mitdenkt, dann …“, Fotografin: Regina Sablotny

Publikation erschienen

Die Ergebnisse der Sommerschule „Die bildende Stadt“ sind nun mit weiteren Beiträgen zu dem Thema Bildung und Stadtentwicklung veröffentlicht. In Kooperation mit der Vodafone Stiftung wurde die Publikation „Wenn Stadt Bildung mitdenkt, dann …“ im Frühjahr 2016 vorgestellt.

Quelle: Million, A. et al.; 2016 (Hg.): Wenn Stadt Bildung mitdenkt, dann … Verlag: TEMPUS CORPORATE. Berlin.
Quelle: Million, A. et al.; 2016 (Hg.): Wenn Stadt Bildung mitdenkt, dann … Verlag: TEMPUS CORPORATE. Berlin.

Lokale Bildungslandschaften und Stadtentwicklung – Schnittstellen und Verflechtungen I DFG Forschungsprojekt

Bildung als Stadtbaustein

Innerhalb der Diskussion um kommunale Bildungslandschaften zeichnet sich seit einiger Zeit ab, dass kommunale Bildungslandschaften nicht mehr nur ausschließlich unter Gesichtspunkten der Bildungsförderung betrachtet, sondern zunehmend auch als Baustein in Stadt- und Quartiersentwicklungsstrategien eingebettet werden. In Bezug auf die Gestaltung lokaler Räume für Bildung werden Akteure der Bildung und Stadtentwicklung so auf Kommunalebene zu Partnern.
Im Rahmen des von der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes werden anhand qualitativer Untersuchungen die inhaltlichen und räumlichen Schnittstellen und Verflechtungen zwischen den Themen undHandlungsfeldern Bildung und Stadtentwicklung auf unterschiedlichen Maßstabsebenen (Stadt, Stadtteil, Quartier) untersucht.
Erste Befunde zeigen, dass „Bildung“ in einzelnen Kommunen bereits integraler Bestandteil der Stadtentwicklung ist und die kommunale Bildungssteuerung gemeinsam durch Akteure der Bildung und Stadtentwicklung erfolgt. Projektvorhaben zur Entwicklung kommunaler Bildungslandschaften können hierfür ein Initial sein. Eine besondere Herausforderung zeigt sich in der systematischen Verknüpfung pädagogischer und räumlicher Zielstellungen und Konzepte.

Architektur und Bekleidung

Das Wahlfach „Architektur und Bekleidung“ ist als Seminar konzipiert und bietet Studierenden der beiden Studiengänge Kunst und Architektur die Möglichkeiten der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema der „Verhüllung" und „Bekleidung“, sowie der handwerklichen Umsetzung ihrer Ideen und Entwürfe zu einem Kleidungsstück im 1:1 Modell.
Funktionalität, Zweckmäßigkeit, Schutz sind u.a. neben der Verwendung eines ähnlichen Vokabulars wie Bekleidung, Verkleidung, Ansicht und Schnitt, Gemeinsamkeiten der Architektur und der menschlichen Bekleidung. Das Ver- und Umhüllen bzw. die Raumerweiterung und Raumbegrenzung, die Schichtung, die Dreidimensionalität und die ästhetische Überformung, spielen dabei eine wichtige Rolle. Inspiriert durch Architektur erfolgt die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Raum und Strukturen. Die Zuschreibung des Entwurfs zu einem Kleidungsstück oder zur Architektur ist dabei oftmals fließend. Zwischen Realität und Imagination entstehen autonome Arbeiten die sich als ästhetisches Objekt zum Gebrauch zeigen, stellenweise auch vom Gebrauchszweck lossagen.
Die Suche nach gemeinsamen Gestaltungsprinzipien von Architektur und Kleidung, die Auseinandersetzung mit den in Zusammenhang gebrachten Strukturen und Sachverhalten und das Denken in Analogien sind wesentlich im interdisziplinär angelegten Seminar Architektur und Bekleidung. Der Entwurfsprozess steht dabei im Mittelpunkt. Das Herstellen eines Moodboards unterstützt den Entwurfsprozess.
Das Herstellen eines Schnittmusters erfordert die Arbeit am Modell und die exakte Umsetzung des Entwurfs. Räumliches Vorstellungsvermögen wird gefördert.
Die Wahl eines geeigneten Materials zur Umsetzung des Modells und Herstellung des Kleidungsstück setzt Kenntnisse zur Beschaffenheit und zur Verwendung voraus. Die Herstellung des Kleidungsstücks erfordert Fähigkeiten bei der Umsetzung. Auf dieser Grundlage erarbeiten Studierende beider Disziplinen im Rahmen des interdisziplinär angelegten Wahlmoduls Kleidung als 1:1 Modelle, an der ”Schnitt- bzw. Nahtstelle" des oben beschriebenen Themas.

Der Öffentliche Raum als Raum für Bildung

Öffentlicher Raum als Sozialraum, als Lebensraum, als die örtliche, regionale und institutionelle Struktur eines Ortes, den die Menschen nutzen und gestalten, bildet die inhaltliche Schnittstelle des interdisziplinär angelegten Seminars der Fakultät II Bildung · Architektur · Künste.
Studierende der BA-Studiengänge Architektur und Soziale Arbeit erarbeiten im Rahmen einer Kontextualisierung und Positionierung der beiden spezifischen, disziplinären Zugänge zu demselben Untersuchungsraum gemeinsam den professionellen Umgang mit dem Thema (Sozial-)Raum an aktuellen Themenbereichen und Aufgabenstellungen.

Im Sommersemester 2015 steht das Thema Öffentlicher Raum als Bildungsraum im Mittelpunkt des Seminars. Es wird diskutiert und erforscht, inwieweit öffentlicher Raum, durch die Art und Weise wie er gestaltet, genutzt und inszeniert wird, zu informellen Bildungsmöglichkeiten beitragen kann bzw. diese ermöglichen oder auch hemmen kann. Das Ziel des interdisziplinär angelegten Seminars ist es, im Rahmen eines Projektes öffentliche Räume auf informelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche hin städtebaulich wie auch sozialräumlich zu erkunden, neue Ideen zu entwickeln und diese anschließend mit Akteuren aus den Bereichen Stadtentwicklung und Bildung unter verschiedenen (Bildungs-)Aspekten zu diskutieren.

Innerhalb des Projektes erforschen Studierende gemeinsam mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen öffentliche Räume in der Stadt aus Nutzerperspektive. Es werden Wünsche und Anforderungen an den öffentlichen Raum als Bildungsraum formuliert und Ideen entwickelt. Neben einer Passanten-Befragung findet das Projekt praxisnah statt: in Kooperation mit einer Offenen Jugendeinrichtung in der Stadt Siegen.

Partizipationsprojekt Schulhofplanung Janusz-Korczak-Schule

Während das Thema „Pädagogische Architektur“ zunehmend für die planenden Berufe an Bedeutung gewinnt, nicht zuletzt dadurch, dass sich namhafte Zivilgesellschaftliche Akteure und Stiftungen wie beispielsweise die Deutsche Kinder und Jugenstiftung, die Bertelsmann Stiftung und die Montag Stiftung seit geraumer Zeit mit dem Thema intensiv beschäftigen, bleibt die Frage nach der „richtigen“, an die pädagogischen Konzepte angelehnte Schulhofgestaltung weitgehend unbeantwortet. Die Betrachtung jüngerer Schulgebäude, deren Architektur und Gestaltung bereits gute Beispiele für eine hervorragende Umsetzung der zugrunde gelegten pädagogischen Konzepte zeigt, wirft die Frage nach der richtigen Schulhofgestaltung gleich doppelt auf.
Zum einen finden sich immer noch und viel zu häufig Schulhöfe, deren Gestaltung entsprechend den Schulbaurichtlinien „staubfrei und trocken müssen sie sein“ an Monotonie kaum zu überbieten sind, zum anderen fehlen im Kontext der aktuellen Entwicklungen rund um die Pädagogische Architektur Ansätze, die Aussagen zur Gestaltung von Schulhöfen treffen. Mit diesem interdisziplinär angelegt Seminar, das sich neben der Vermittlung theoretischer Inhalte schwerpunktmäßig auf die praxisorientierte Erfahrung mit Partizipation und der auf den Ergebnissen der Beteiligung (Wünsche der Schülerinnen und Schüler) basierenden Gestaltung eines Schulhofes beschäftigt, wird das Ziel verfolgt, die Studierenden der beiden Studiengänge Architektur und Soziale Arbeit auf ihre spätere Berufstätigkeit vorzubereiten, einen Einblick in die jeweils andere Disziplin zu ermöglichen, Synergien zu bilden, um gemeinsam die Aufgabe zu bearbeiten.
Während die Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit geschult sind, die Perspektive der Nutzer einnehmen zu können und diesen Blick bei der Gestaltung des Schulhofes mit einfließen zu lassen, haben die Studierenden im Studiengang Architektur die Möglichkeit und Aufgabe, die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer, hier durch die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, in den Entwurf aufzunehmen und darauf angemessen zu reagieren.

My Campus - Studie an der Universität Siegen

Die Fakultät II: Bildung ● Architektur ● Künste untersucht die Campuswahrnehmung und -nutzung von Studierenden der drei Standorte auf dem Haardter Berg.
Ziel der Studierendenbefragung ist es, die Aufenthaltsqualitäten des „Lern- und Lebensortes Universität Siegen“ für Studierende zu verbessern. Zudem ist eine Umstrukturierung des Campus geplant, in deren Rahmen verschiedene Campusteile in die Siegener Innenstadt umziehen. In diesem Zusammenhang sollen Informationen über die Raumnutzungsstrategien der Studierenden erhoben werden, um die Qualität des Lehrens und Lernens zu verbessern. Daher untersucht die Universität Siegen anhand der qualitativen Untersuchung „My Campus Universität Siegen“, wie Studierende die Räume der drei großen Campusstandorte für ihren Lern- und Arbeitsalltag nutzen. Anhand der Auswertung sollen benutzerfreundliche und gruppenspezifische Anpassungen im Rahmen der Hochschulentwicklung vorgenommen werden. Das Projekt wird von der Hochschulleitung unterstützt. Die methodische Anlage der Studie lehnt sich an die an der Universität Karlsruhe von Prof. Dipl.-Ing. Kerstin Gothe und Prof. Dr. Michaela Pfauenhauer durchgeführte My Campus-Studie an. Inhaltlich unterstützt wurde das Projekt „My Campus an der Universität Siegen” von Dr. Daniela Eichholz (Universität Dortmund) und M.A. Alexa Maria Kunz aus dem Karlsruher Team. Als Erhebungsinstrument diente ein Diary, das von 50 teilnehmenden Studierenden der Universität Siegen über einen Zeitraum von 7 Tagen kontinuierlich ausgefüllt wurde.